55 Fragen, die Du jedem LLC-Dienstleister stellen solltest

55 Fragen, die Du jedem LLC-Dienstleister stellen solltest. Hier sind unsere Antworten.

Seit kurzem kursiert in der deutschsprachigen LLC-Szene ein Katalog mit 55 Prüfkriterien für Gründungsdienstleister, veröffentlicht als Staatenlos Goldstandard. Die Idee dahinter: statt einer Zehn-Punkte-Checkliste bekommt der Gründer fünfundfünfzig Fangfragen, mit denen er jeden Anbieter ins Schwitzen bringen kann.

Wir finden das gut. Ohne Ironie. Der Markt für US-LLCs ist voll von Angeboten, bei denen man nach dem Kauf erst erfährt, was alles nicht dabei war, und ein öffentlicher Maßstab, an dem sich jeder messen lassen muss, hilft am Ende dem Kunden. Wer Fragen stellt, bekommt bessere Antworten.

Also beantworten wir die Fragen. Alle 55, für usafirma.de, mit Ampel und ohne Weichzeichner. Und weil jeder Fragenkatalog auch durch das auffällt, was er nicht fragt, hängen wir fünf eigene Fragen an. So stehen die Antworten hier, bevor die E-Mails mit den Fragen kommen.

Legende: 🟢 erfüllt, 🟡 teilweise oder bewusst anders, 🔴 nicht erfüllt. Nummerierung und Reihenfolge folgen dem Originalkatalog.


1. Grundinfos und Marktpräsenz

1. Im Geschäft seit wann?

Die Frage lautet sinngemäß: welche regulatorischen Krisen habt ihr schon mit Kunden durchgestanden?

Lifestyle Solutions, die Beratung hinter usafirma.de, gründet LLCs organisiert seit 2019. Wir haben die Wise-Sperrwelle, die BOI-Achterbahn und die 5472-Panikmache miterlebt, in Echtzeit, mit Kunden am Telefon. Unsere Abwehrstrategie war meist unspektakulär: Dokumente in Ordnung halten, ruhig bleiben, notfalls die Bank wechseln. Spektakulär ist in diesem Geschäft selten gut. 🟢

2. Eigene Firmierung

Wir firmieren über eine LLC in New Mexico. Der Katalog würde hier reflexartig „geschlossenes Register“ rufen. Nur: bei unserer Gesellschaft ist die verantwortliche Person im Register eingetragen und öffentlich abrufbar, und derselbe Name steht mit Gesicht auf jeder Seite, jedem Buch und jedem Video. Wer uns verklagen möchte, findet uns in zwei Minuten. Wir leben genau die Struktur, die wir auch verkaufen, und die heißt in vielen Fällen auch mal nicht Florida. 🟢

3. Teamgröße

Die Fangfrage: mit wem spreche ich am Samstagmorgen, und was passiert, wenn Sie sterben?

Ein kleines Team, im Kern ein Berater plus Menschen im Hintergrund für Sprachen, Prüfung und Verwaltung. Am Samstagmorgen spricht man mit demselben Menschen wie am Dienstag, nur später. Zum zweiten Teil der Frage: Registered Agent, Adresse und Behördenpost hängen nicht an einer Person, sondern an Verträgen, die weiterlaufen. Deine LLC stirbt nicht mit uns. 🟡

4. Anzahl verwalteter LLCs

Wir veröffentlichen keine Zahl. Niemand, der ehrlich über Fluktuation spricht, tut das gern. Wir betreiben keine Massenverwaltung und wollen auch keine sein. Wer bei uns gründet, ist eine Akte mit Namen, nicht eine Zeile in einer Datenbank. 🟡 mit einem Augenzwinkern.

5. Andere Jurisdiktionen

Die Beratung hinter usafirma.de arbeitet international, remote und vor Ort. Die US-LLC ist ein Werkzeug von vielen, und wir haben schon Kunden aktiv davon abgeraten. Wer Gewinne thesaurieren will, hört von uns andere Vorschläge. Wer nur eine Rechnung an einen einzigen deutschen Auftraggeber schreiben möchte, ebenfalls. 🟢

6. C-Corps, Multi-Member und Co.

Multi-Member-LLCs und C-Corps ja, inklusive der Frage, was ein Partnership Return für einen Gesellschafter in Österreich bedeutet. Wir sagen aber auch: für den klassischen Solo-Unternehmer ist das die Ausnahme, und wir reden niemanden in eine Struktur, die er dann drei Jahre lang verwalten muss. 🟢

7. Kontakt und soziale Medien

Der Inhaber tritt unter seinem vollen Namen auf, auf YouTube, X und in gedruckten Büchern, die man bei Amazon bestellen kann. Wir haben keine Telegram-Gruppe, in der Kundenfragen öffentlich beantwortet werden. Das ist Absicht. Deine LLC-Fragen sind Deine Angelegenheit. Ungefiltertes Feedback findet man in den sozialen Medien, und dort können wir nichts löschen. 🟢


2. Strategische Beratung und Onboarding

8. Beratungskosten und Anrechenbarkeit

Das Erstgespräch kostet 149 Euro und wird zu 100 Prozent auf eine spätere Gründung angerechnet. Nicht anteilig, nicht „in vielen Paketen“, sondern vollständig und zeitlich unbegrenzt. Wer nach drei Jahren wiederkommt, bekommt die 149 Euro immer noch gutgeschrieben, ohne Inflationsausgleich für uns. 🟢

Warum überhaupt Geld für ein Gespräch? Weil kostenlose Erstgespräche in unserer Erfahrung vor allem Menschen anziehen, die anschließend bei der 99-Dollar-Fabrik kaufen. 149 Euro sind ein Filter, kein Geschäftsmodell.

9. Terminverfügbarkeit

In der Regel innerhalb weniger Tage, manchmal am nächsten Tag. Wir haben einen Kalender und keine künstliche Warteliste. 🟢

10. Persönlicher Kontakt zwingend oder optional?

Optional. Es gibt ein DIY-Paket mit Vorlagen und Anleitung für Menschen, die es lieber selbst machen, und ein Buch dazu. Wer den Vollservice will, bekommt den Vollservice. Niemand wird in einen Verkaufsanruf gezwungen, und niemand, der das Gespräch bucht, bekommt einen Verkaufsanruf. 🟢

11. Beratungsdauer

Das Gespräch dauert so lange, wie das Thema braucht. Wenn nach dem Termin noch Fragen offen sind, werden sie schriftlich beantwortet. Es gibt keine Uhr, die um Minute 45 klingelt. 🟢

12. Andere Beratungsoptionen als ein Gespräch

E-Mail, schriftliche Ausarbeitungen, asynchron und zeitzonenfrei. Keine Sprachnachrichten, dafür Antworten, die man später noch einmal nachlesen und dem eigenen Steuerberater weiterleiten kann. 🟢

13. Wer macht die Beratung?

Die Person, deren Name auf der Website steht. Es gibt keine Closer, keine Setter, keine Studenten mit Skript. Wer im Gespräch eine steuerliche Aussage macht, trägt dafür den eigenen Namen. 🟢

14. Antwortdauer auf Erstkontakt

Ein kurzer Erstkontakt wird meist am selben Werktag beantwortet. Was nicht beantwortet wird: eine E-Mail mit zwölf Fachfragen zu Wegzug, Betriebsstätte und Bankwahl. Dafür gibt es das Erstgespräch für 149 Euro, und wer die Antworten wirklich braucht, bucht es. Der Katalog nennt das an anderer Stelle selbst so, wir stimmen ausnahmsweise wortlos zu. Eine vertragliche SLA von unter 24 Stunden bei Bankensperrungen geben wir nicht, weil wir keine Versprechen unterschreiben, die wir an einem Feiertag nicht halten könnten. 🟡


3. Gründungsprozess und Setup

15. Angebotene Bundesstaaten

Alle. Empfehlung nach Zweck: Florida oder Texas für sichtbare B2B-Seriosität, Delaware für Investoren, Wyoming und New Mexico für Diskretion und niedrige laufende Kosten. Wir verschweigen nicht, dass ein geschlossenes Register bei manchen europäischen Geschäftspartnern Fragen auslöst. Wir verschweigen aber auch nicht, dass die meisten Solo-Unternehmer diese Fragen nie gestellt bekommen. 🟢

16. Datendurchgabe

Strukturiertes Formular, danach prüft ein Mensch, bevor irgendetwas beim Staat landet. Das ist langsamer als eine API und fängt dafür den Tippfehler im Nachnamen ab, bevor er auf den Articles steht. Wir haben uns bewusst für den Menschen entschieden. 🟡 nach Katalog, 🟢 für jeden, der schon einmal ein Amendment wegen eines Buchstabens bezahlt hat.

17. Verzögerung der Gründung

Einreichung nach Prüfung der Daten, üblicherweise innerhalb eines Werktags. Kein Sammeln bis Freitag. 🟢

18. Vorkasse oder nicht?

Vorkasse. Wir sagen das offen und ohne Verlegenheit. Eine LLC ist der Grundstein eines Unternehmens, und wer diesen Grundstein auf Raten oder mit Klarna kaufen muss, sollte das Geschäftsmodell noch einmal prüfen, bevor er eine Gesellschaft dafür gründet. Wer die Gründungskosten problemlos aufbringen kann, dem ist es egal, ob er vorher oder nachher zahlt. Für alle anderen ist die Vorkasse ein ehrlicher Hinweis. 🔴 nach Katalog, und wir bleiben dabei.

19. Vertrag oder ohne?

AGB, keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfrist, keine Strafgebühr beim Wechsel. Wer geht, geht. Wir behalten keine Dokumente ein und blockieren keinen Registered-Agent-Wechsel. 🟢

20. Gründungskosten

Ein Festpreis rund um 2.000 Euro, mit EIN, individuellem Operating Agreement und Beratung inklusive. Die Staatsgebühren werden getrennt ausgewiesen (siehe Nummer 32). Keine Nachrechnung für Basisdokumente im ersten Jahr. 🟢

21. Manager-Managed oder Member-Managed?

Wird im Gespräch entschieden, mit Blick auf Haftung, Diskretion und die deutsche erweitert beschränkte Steuerpflicht. Es gibt keinen Default, der blind eingetragen wird. 🟢

22. Reisepass nötig?

Ja, für die schnelle EIN. Passkopien werden in privaten, nicht öffentlich erreichbaren Verzeichnissen abgelegt. Anonyme Gründung ohne Ausweis ist möglich, wer das will, wartet auf die EIN im klassischen Faxverfahren. 🟢

23. Wie schnell zur EIN?

Der Kunde hat drei Wege zur Wahl. Erstens das klassische Verfahren beim IRS auf den eigenen Namen, das dauert, und man weiß vorher, dass es dauert. Zweitens, falls vorhanden, über die eigene US-Steuernummer. Drittens, wenn es schnell gehen muss: die Beantragung über ein Teammitglied oder einen Beauftragten als Responsible Party, mit anschließender Korrektur der Eintragung beim IRS auf den Kunden im vorgesehenen Verfahren.

Ja, das heißt, dass in diesem dritten Fall vorübergehend ein anderer Name auf dem CP575 stehen kann. Wir sagen das dem Kunden vor der Wahl, nicht danach, und wir erklären, was es für die erste Kontoeröffnung bedeutet, und das ist in den meisten Fällen gar nichts, denn Banken kennen das Verfahren. Was wir nicht tun: IRS-Dokumente nachträglich am Bildschirm „korrigieren“, damit der richtige Name draufsteht. Der IRS hat dafür einen Weg, und den gehen wir. 🟡 nach Katalog, weil der Katalog jede Nominee-Route pauschal verdammt. 🟢 nach unserer Lesart, weil der Kunde die Wahl hat.

24. Welche Gründungsdokumente?

Articles, individuell geschriebenes Operating Agreement, Resolutions, EIN-Bestätigung und eine Anleitung, wann man welches Dokument wem zeigt. 🟢

25. Zusatzinfos nach Gründung

Eine Anleitung, welche Banken aktuell für welche Konstellation funktionieren, was beim KYC gefragt wird und was man besser nicht in das Feld „Geschäftszweck“ schreibt. Kein exklusiver Club, kein Passwort, einfach eine Anleitung. 🟢


4. Laufende Verwaltung und US-Compliance

26. Geschäftsadresse

Das ist die Stelle, an der uns der Katalog am ehesten trifft, also sagen wir es genau.

Wir verkaufen keine Premium-Adressen mit Mietvertrag und Stromrechnung. Wir vermitteln an Partner, die verschiedene Stufen anbieten, von der Registered-Agent-Adresse bis zum echten Büro. Einige davon sind Mail-Forwarder und brauchen ein USPS-Formular 1583 mit Beglaubigung. Das ist per Online-Notar eine Sache von etwa einer Stunde, kein Desaster. Der Kunde zahlt für die Substanz, die er tatsächlich braucht, und nicht für eine Suite, die er nie betreten wird und auch nicht sollte. 🟡

27. KYC-Handling und Datensicherheit

Uploads liegen in privaten Verzeichnissen außerhalb des Webroots, kein Versand per unverschlüsselter E-Mail. PGP ist möglich, aber optional, der Kunde entscheidet. Löschung nach Abschluss der Kundenbeziehung. Unsere eigene Infrastruktur ist aus Gewohnheit datensparsam, das übertragen wir auf Kundendaten. 🟢

28. Notar und Apostille

Über Partner, Kosten werden vorher genannt. Wer in sechs Monaten eine apostillierte Urkunde für eine europäische Bank braucht, bekommt einen Preis, bevor er ja sagt. 🟢

29. Postweiterleitung

Abhängig vom gewählten Adresspartner. Scans der Behördenpost sind in der Regel enthalten, ebenso die gelegentliche Kreditkarte oder der Brief eines Kunden, die weitergeleitet werden. Wir nehmen keinen Aufschlag auf gescannte Briefe, nur das Porto und eine Servicepauschale beim Postversand. Was die Adressen nicht sind: eine Paketstation für Amazon-Bestellungen. Wer seine Testgeräte und Weihnachtsgeschenke über die Firmenadresse laufen lassen möchte, braucht einen anderen Dienst, und den nennen wir gern. 🟡

30. Welcher Registered Agent?

Etablierte, spezialisierte Anbieter. Wir sind kein eigener Registered Agent und halten das, wie der Katalog selbst, für die richtige Entscheidung. Ein Mann mit Postfach ist kein Agent. 🟢

31. Annual Report

Erinnerung und Einreichung sind Teil der laufenden Betreuung. Wer nicht zahlt, wird trotzdem erinnert, weil eine administrativ aufgelöste LLC niemandem nützt, am wenigsten dem Kunden, der sie gerade vergessen hat. 🟢

32. State Fees inklusive oder extra?

Getrennt ausgewiesen und in Rechnung gestellt, weil sie von Staat zu Staat verschieden sind und wir keine Mischkalkulation verstecken wollen, bei der Wyoming Florida subventioniert. Nicht „inklusive“, aber auch nicht versteckt: die Zahl steht vor dem Klick da. 🟡 nach Katalog, 🟢 nach Kassenzettel.

33. 1120 und 5472

Hier wird es interessant, denn der Katalog stellt die Frage nach der Lizenz.

Die Formulare sind im Paket enthalten und werden von einem beim IRS registrierten Preparer mit gültiger PTIN ausgefüllt. Das ist genau die Klasse, die der Katalog selbst als zulässig aufzählt. Wir schüren keine Panik mit 25.000 Dollar. Wir raten allerdings davon ab, das Formular selbst auszufüllen, nicht weil es Hexenwerk wäre, sondern weil ein falsch eingetragener Betrag im Zweifel mehr kostet als die Zeit, die man gespart hat. Das letzte Wort hat der Kunde. 🟢

34. ITIN, W-7, FBAR

Wir sind kein Certified Acceptance Agent. Für ITIN-Anträge vermitteln wir an einen, damit der Originalpass zu Hause bleibt. 🟡

35. Amendments

Filing Fee des Staates plus ein fester, vorher genannter Bearbeitungsbetrag. Namensänderungen sind keine Einnahmequelle. 🟢

36. Dissolution

Filing Fee plus ein Festbetrag für die Einreichung. Keine „Schließungsgebühr“ in Höhe eines Jahresbeitrags. Wer aufhören will, soll aufhören können, sauber und mit Bestätigung. 🟢

37. Zahlungsoptionen

Kreditkarte, PayPal, Überweisung, Krypto. 🟢

38. Laufende Betreuungskosten

Ein Jahrespreis, fällig ab Gründungsdatum, nicht ab 1. Januar. Wer im November gründet, zahlt im November des Folgejahres wieder, nicht acht Wochen später. 🟢

39. Wechselprozess

Wer zu uns wechselt: Adresse und Agent umziehen, wir kümmern uns um alles, fertig. Wer von uns weg will: dasselbe in die andere Richtung, ohne Blockade. Wir haben noch nie eine LLC eines gehenden Kunden aufgelöst und finden schon die Idee unangenehm. 🟢


5. Laufende Betreuung und Ökosystem

40. Betreuungsmöglichkeiten

E-Mail und Gespräch, direkt mit dem Berater. Kein Ticketsystem, keine Nummer, keine Warteschleifenmusik. 🟢

41. Wer macht den Support?

Ein Mensch mit PTIN. Derselbe, der die Gründung gemacht hat und die Akte kennt. 🟢

42. Regelmäßige Updates

E-Mail und Blog. Beim BOI-Filing haben wir Aussetzung, Interimsregel und die endgültige Streichung für inländische LLCs jeweils zeitnah kommuniziert, und wir haben uns im Verfahren selbst mit einer Stellungnahme eingebracht (siehe Nummer 48). Berechnet haben wir dafür nichts. 🟢

43. Support auf LLC beschränkt oder weiter?

Weiter. Wohnsitz, Abmeldung, Strukturen in anderen Ländern, das ist der eigentliche Kern der Beratung hinter usafirma.de, die LLC ist ein Kapitel davon. 🟢

44. Reaktionszeiten

Werktags in der Regel am selben Tag, in Reisezeiten länger. Wir schreiben „in der Regel“, weil wir es so meinen. 🟡

45. Treuhänder

Wir bieten einen Manager für das staatliche Register an. Das ist die Antwort auf die Frage „muss mein Name im Handelsregister stehen?“, und sie lautet: nein, bei Manager-Managed LLCs nicht. Was dieser Manager nicht bekommt, ist eine Kontovollmacht, eine Unterschrift bei der Bank oder Zugriff auf irgendetwas, das Geld bewegt. Genau das fragt der Katalog, und genau das ist unsere Grenze. Wer einen Treuhänder mit Zugriff auf das Konto sucht, sucht in unseren Augen ein Problem. 🟢

46. Partnerbanken

Keine exklusiven Onboarding-Links. Eine aktuell gepflegte Liste, welche Fintechs und Banken mit welcher Konstellation funktionieren, plus Hinweise, wie man das KYC sauber durchläuft. Eine Eröffnung garantieren wir nicht, das tut ehrlicherweise niemand. 🟡

47. Weitere Partner

Notare, Acceptance Agents, Adressanbieter, Steuerberater in mehreren Ländern. Kein Gold in der Schweiz, kein Nomad Token. 🟢


6. Rechtliche Architektur und DACH-Compliance

48. BOI Filing

Wir haben nicht nur zugeschaut. Schon im ersten Entwurfsverfahren zur BOI-Meldepflicht, lange bevor ein Formular existierte, haben wir bei FinCEN eine eigene Stellungnahme eingereicht, um auf die Lage ortsunabhängiger Unternehmer ohne festen Wohnsitz hinzuweisen. Die Eingabe liegt öffentlich im Verfahrensarchiv, und in der finalen Regelung von 2022 fehlte die Definition der Wohnadresse als steuerliche Ansässigkeitsadresse, die im Entwurf noch stand. Ob das an uns lag, wissen wir nicht. Dass wir gefragt haben, schon. Die ganze Geschichte steht seit 2022 hier.

Reagieren kann jeder. Wir haben uns im Verfahren zu Wort gemeldet, als es noch etwas zu beeinflussen gab. 🟢

49. Sicht auf 1120 und 5472

Ein Informationsformular, das man selbst ausfüllen kann. Wer es nicht selbst machen möchte, gibt es an jemanden mit PTIN. Beides steht bei uns nebeneinander, ohne Drohkulisse. 🟢

50. Operating Agreement

Individuell geschrieben, ohne Aufpreis, mit Klauseln zu Geschäftsführung, Kapitalstruktur, Übertragbarkeit der Anteile und Fortbestand der Gesellschaft, die im deutschen Rechtstypenvergleich in Richtung Kapitalgesellschaft zeigen. Wir nennen das nicht „bombensicher“, weil ein Vertrag nie sicherer ist als die Praxis, die man danach lebt. 🟢

51. Standpunkt zu Steuerhinterziehung

Wer uns fragt, ob er die LLC dem Finanzamt einfach verschweigen kann, bekommt eine klare Antwort. Die USA melden nicht per CRS, das stimmt. Es ändert nichts an der Steuerpflicht. 🟢

52. Betriebsstätte, § 10 AO

Fester Bestandteil jedes Gesprächs: Aufenthalte, Mitarbeiter, Vertreter, Kinderzimmer im Sommer. 🟢

53. Wegzugsbesteuerung und erweitert beschränkte Steuerpflicht

Kernthema der Beratung, immer vor der Gründung, nie danach. Wer die LLC schon hat und dann fragt, bekommt trotzdem eine Antwort, nur eine teurere. 🟢

54. Umsatzsteuer-Leistungsort

Wird angesprochen, inklusive OSS und der Frage, wie man B2C-Umsätze strukturiert. Die Ertragsteuerfreiheit einer LLC ist keine Umsatzsteuerfreiheit, und wir sagen das jedem. 🟢

55. Lizenzierung

Wir sind keine Kanzlei und geben uns nicht als eine aus. Was wir haben, ist eine IRS-PTIN für die Formulare, Partner mit Zulassung für alles, was Zulassung braucht, und der eigene Name unter jeder Aussage. 🟢


56 bis 60: Die Fragen, die im Katalog fehlen

Jeder Fragenkatalog sagt auch etwas durch das, was er nicht fragt. Uns sind fünf Kriterien aufgefallen, die wir für genauso wichtig halten. Wir beantworten sie gleich mit.

56. Was kostet das erste Jahr insgesamt?

Gründung plus Staatsgebühr plus die Adresse, die man wirklich braucht, addiert. Rund 2.000 Euro für die Gründung inklusive Betreuung im ersten Jahr, dazu die Staatsgebühr des gewählten Bundesstaates und die Adressstufe nach Bedarf. Alle drei Zahlen stehen vor dem Kauf auf dem Tisch. 🟢

57. Gibt es Geld zurück?

Bis zur Einreichung beim Staat: alles außer dem, was wir bereits an Dritte gezahlt haben, in der Praxis der Registered Agent. Nach der Einreichung kommen die Staatsgebühren dazu, die der Staat bekanntlich nicht zurückzahlt. Die 149 Euro für das Gespräch sind ein Gespräch, kein Pfand. 🟡, weil „alles zurück“ bei einer Gründung schlicht nicht möglich ist.

58. Was passiert, wenn der Kopf ausfällt?

Der Katalog fragt das den Wettbewerb in Nummer 3 und beantwortet es für sich in Nummer 41 damit, dass am Ende immer der Gründer selbst eingreift. Das ist eine ehrliche Antwort, aber keine beruhigende.

Registered Agent, Adresse und Fristen laufen über Anbieter, die von uns unabhängig sind. Was ausfällt, ist die Beratung. Die LLC bleibt in Good Standing. 🟡, ehrlich gesagt.

59. Wie vertraulich ist der Support?

Eins zu eins. Keine Gruppe, in der Deine Bankprobleme von Fremden mitgelesen werden. Wir halten das für einen Vorteil, auch wenn es weniger Community-Gefühl bringt. 🟢

60. Wie geht man mit Wettbewerbern um?

Wir nennen keine Namen. Wir haben Wettbewerber, mit denen wir gern zusammenarbeiten, und andere, deren Angebote wir schlecht finden. Über Letztere reden wir mit unseren Kunden, und nur sehr selten mit dem Internet. 🟢


Und jetzt?

Zählt man die Ampeln, bleibt viel Grün, einiges Gelb an den Stellen, an denen wir bewusst nicht das Maximum verkaufen, und ein einziges Rot: die Vorkasse, zu der wir stehen.

Wer eine Struktur braucht und nicht nur eine Firma, wer aus Deutschland oder Österreich wegzieht, Mitgesellschafter hat oder zum ersten Mal ein Formular 5472 sieht, fängt mit dem Gespräch für 149 Euro an. Es wird später verrechnet, und es endet regelmäßig mit einem anderen Setup, als der Kunde am Anfang im Kopf hatte. Meistens mit einem einfacheren.

Und wer mit unseren Antworten nicht zufrieden ist, hat jetzt immerhin 60 Fragen, die er dem nächsten Anbieter stellen kann. Das war schließlich die Idee.

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